Marktbericht15. April 2026 · 7 Min.

Bodenrichtwerte Q1 2026: Wer gewinnt, wer verliert

Die amtlichen BORIS-Daten für das erste Quartal 2026 zeigen ein zweigeteiltes Bild: Großstädte stabilisieren sich, Speckgürtel-Gemeinden ziehen nach. Unsere bundesweite Auswertung.

Bodenrichtwerte Q1 2026: Wer gewinnt, wer verliert
+4,2 %
Ø Bodenrichtwert DE
+4,2 %
Ø Bodenrichtwert DE
BORIS Q1 2026
–3,1 %
München Innenstadt
BORIS Bayern
+9,7 %
Leipzig Umland
BORIS Sachsen
248 €/m²
Bundesmittel
BORIS Auswertung

Die Gutachterausschüsse der Länder haben ihre aktualisierten Bodenrichtwerte für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Das baugrundankauf-Team hat 68.000 Einzelwerte aus allen 16 Bundesländern aggregiert.

Die Gewinner: Mittelgroße Städte und Speckgürtel

Während München (–3,1 %), Frankfurt (–1,8 %) und Hamburg (–0,4 %) leichte Korrekturen verzeichnen, zieht das Umland mit zweistelligen Zuwächsen nach. Leipzig Umland liegt bei +9,7 %, Nürnberg Umland bei +7,4 %.

„Die Preisentwicklung verlagert sich systematisch von den Oberzentren in die verkehrsangebundenen Mittelstädte. Das ist strukturell, kein zyklisches Phänomen." — Analyse baugrundankauf.de Marktdaten

Regionale Differenzierung: Sachsen überholt Thüringen

Sachsen verzeichnet mit +8,2 % das höchste Bundeslandwachstum — getragen von Leipzig und dem Dreieck Leipzig–Dresden–Chemnitz. Thüringen (+2,1 %) und Sachsen-Anhalt (+1,4 %) bleiben hinter dem Bundesdurchschnitt.

248 €/m²
Bundesmittel Bodenrichtwert · Wohnbauland · Q1 2026 · Quelle: BORIS aggregiert

Methodik

Alle Werte basieren auf den offiziellen Bodenrichtwertzonen der Gutachterausschüsse (BORIS), nicht auf Transaktionsdaten oder Schätzungen. Preise je m² Bruttobauland, Wohnnutzung, keine Berücksichtigung von Erschließungszustand.

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