Die Wende am Bauland? Genehmigungen steigen, Preise fallen.
Erstmals seit drei Jahren werden wieder mehr Wohnungen genehmigt — während Baulandpreise vielerorts nachgeben. Was das für Eigentümer und Käufer bedeutet, im Quartalsüberblick.

Nach drei Jahren rückläufiger Zahlen drehte der wichtigste Frühindikator der Bautätigkeit 2025 erstmals wieder nach oben: Die deutschen Bauämter genehmigten rund 238.100 Wohnungen — etwa 22.800 mehr als im Vorjahr. Sowohl Einfamilienhäuser als auch der Geschosswohnungsbau legten zu.
Gleichzeitig gaben die Baulandpreise vielerorts nach. In München etwa fiel der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bauland 2024 um 17 Prozent — von 2.400 auf 2.000 Euro. Für Eigentümer mit Verkaufsabsicht und für Käufer ist das ein bemerkenswertes Zeitfenster.
Baugenehmigungen: die Trendwende
Preise: das Stadt-Land-Gefälle
Der Kontrast ist gewaltig: Zwischen der Münchner Altstadt (bis 16.000 €/m² für Mehrfamilien-Bauland) und ländlichen Lagen in Oberfranken (unter 350 €/m²) liegt der Faktor 45. Genau diese Streuung macht eine lagegenaue Bewertung so entscheidend — ein Stadtmittelwert sagt über die einzelne Parzelle wenig aus.
Was Eigentümer gerade am häufigsten bewerten lassen
Aus den anonymisierten Bewertungen auf baugrund — aggregiert, ohne Bezug zu einzelnen Grundstücken oder Personen.
Was das für Sie bedeutet
Für Eigentümer: Steigende Genehmigungszahlen signalisieren wieder anziehende Nachfrage von Bauträgern — ein guter Moment, den eigenen Grundstückswert zu kennen. Für Käufer: Die nachgebenden Preise eröffnen Spielraum, der vor zwei Jahren undenkbar war.
Quellen
- BBSR — Baugenehmigungen, Fachbeiträge Wohnen & Immobilien, 2026.
- Gutachterausschüsse Bayern — Immobilienmarktbericht Bayern, Stichtag 01.01.2024.
- BORIS-D — amtliche Bodenrichtwerte, Stichtag 01.01.2025.
- baugrund — aggregierte, anonymisierte Bewertungsdaten Q2 2026.
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